Das Harzvorland bei Blankenburg.
- Drei Zinnen im Harz
- Grand Canyon des Harzes
- Klusfelsen
- Langensteiner Höhlenwohnungen
- Sandhöhlen im Heers HWN 81
- Die Landschaft bei Blankenburg im Harz ist ein Geheimtipp für alle die mit ihrer Kamera die Natur entdecken möchten. Hier erwarten dich sanfte Hügel, die zum Spazieren und Fotografieren einladen,
- Ausgangsort unserer Fototouren waren Blankenburg. Hier begegnen sich Geschichte und Gegenwart, wo das Schloss Blankenburg traditionelle Fachwerkhäuser und modernes Dorfleben aufeinandertreffen. Besonders reizvoll sind die liebevoll restaurierten Häuser, die sich an verwitterte, fast verfallene Gemäuer reihen. Ein Spiel aus Vergänglichkeit und Bewahrung, das sich auf dem historischen Kopfsteinpflaster wie eine Zeitreise anfühlt.
- Grand Canyon des Harzes.
Das Bodetal bei Thale – eine der eindrucksvollsten Landschaften des Harzes. Tief hat sich die Bode in das Gestein eingeschnitten und eine wildromantische Schlucht mit steilen Felswänden geschaffen. Ein besonderer Blickfang ist dabei die historische Jungfernbrücke, die sich über die Bode spannt. Nicht umsonst wird das Bodetal auch als „Grand Canyon des Harzes“ bezeichnet. Zwischen Felsen, Wald und Fluss entstehen immer wieder faszinierende Motive und besondere Stimmungen.
- Drei Zinnen im Harz.
Das Hamburger Wappen bei Timmenrode – eine markante Felsformation der Teufelsmauer. Die drei imposanten Sandsteinzinnen ragen eindrucksvoll aus der Landschaft und erinnern an die Türme des Hamburger Stadtwappens. Umgeben von den markanten Kiefern, die zwischen den Felsen wachsen, entsteht eine ganz besondere Landschaftsstimmung. Ein faszinierendes Stück Harz, das im richtigen Licht seinen ganz eigenen Reiz entfaltet.
- Klusfelsen bei Halberstadt.
Eine beeindruckende Sandsteinformation in den Halberstädter Bergen. Die markanten Felsen ragen aus dem Wald und zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Landschaft rund um den Harz sein kann. | |
Zwischen den bizarren Felsformationen und den umgebenden Bäumen entsteht eine ganz besondere Stimmung – ein lohnendes Motiv für jeden Natur- und Landschaftsfotografen.
Wie die Klusfelsen zu ihrem Namen kamen.
Der Sandstein der Klusfelsen entstand vor rund 110 Millionen Jahren in einem flachen Meer. Später wurden die Gesteinsschichten aufgerichtet, die heute so charakteristisch für die Felsen sind.
Erstmals wurden die Felsen 1070 erwähnt, als Nonnen des Klosters Münzenberg dort eine Einsiedelei errichteten. Ein Einsiedler wurde damals „Klausner“ genannt – daher stammt vermutlich der Name Klusfelsen.
Später dienten die Höhlen unter anderem Steinmetzen und einer Bruderschaft von Hirten und Schäfern als Treffpunkt und Unterkunft.
- Sandhöhlen im Heers HWN 81.
Mitten im Kiefernwald des Heers bei Blankenburg öffnet sich plötzlich eine ganz besondere Landschaft: die Sandhöhlen im Heers. Helle Sandflächen, bizarr geformte Sandsteinfelsen und geheimnisvolle Höhlen schaffen eine fast unwirkliche Atmosphäre. Zwischen Licht und Schatten wirkt dieser Ort still, ursprünglich und ein wenig mystisch.
Die Sandhöhlen gehören zur Harzer Wandernadel und sind als Stempelstelle 81 ein beliebtes Wanderziel. Besonders faszinierend finde ich die Verbindung aus Wald, weichem Sand und den vom Menschen erweiterten Höhlen – ein Ort, an dem Natur und Geschichte auf eindrucksvolle Weise zusammentreffen.
Entstehung der Sandhöhlen.
Was heute wie eine geheimnisvolle natürliche Höhlenlandschaft wirkt, ist tatsächlich das Ergebnis von Natur und menschlicher Arbeit. Der Sandstein des Heers entstand vor rund 83 Millionen Jahren in der Oberkreide aus Sandablagerungen eines flachen Meeres.
Die Höhlen selbst wurden jedoch von Menschenhand geschaffen. Über viele Jahre hinweg baute man hier den feinen, hellen Quarzsand aus dem weichen Sandstein ab. Dieser sogenannte Stubensand wurde früher zum Streuen und Reinigen von Holzböden verwendet.
So entstand nach und nach die ungewöhnliche Landschaft aus Felswänden, Nischen und Höhlen, die wir heute als Sandhöhlen im Heers kennen. Besonders faszinierend ist, dass sich dieser Ort bis heute weiter verändert: Wind und Wetter nagen an dem weichen Sandstein und tragen ihn langsam ab.
Ein beeindruckender Ort, an dem sich Millionen Jahre Erdgeschichte und menschliche Nutzung auf engstem Raum begegnen.
- Langensteiner Höhlenwohnungen.
In einem Buch über den Harz bin ich auf einen Artikel über die Felsenwohnungen bei Langenstein gestoßen. Der Bericht hat sofort mein Interesse geweckt, und so stand für mich fest, dass ich mir diesen außergewöhnlichen Ort bei meiner Harztour einmal selbst ansehen und natürlich auch fotografisch festhalten wollte.
In Langenstein wurden Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Wohnungen direkt in den weichen Sandstein gehauen. Wohnräume, Küchen und Schlafkammern entstanden mitten im Felsen – ein außergewöhnlicher Ort, an dem die Geschichte bis heute spürbar geblieben ist.
Auf mehreren Tafeln werden die historischen Hintergründe der Felsenwohnungen anschaulich erläutert. Beim Lesen wird schnell deutlich, wie groß die sozialen Unterschiede im Harz Mitte des 19. Jahrhunderts waren.
Die Höhlenwohnungen machen diese vergangene Lebenswelt auf eindrucksvolle Weise erlebbar. Hinter den Türen und Fenstern im Fels steckt nicht nur ein Stück Harzer Geschichte, sondern auch die Geschichte von Menschen, die mit einfachen Mitteln versucht haben, sich ein Zuhause und damit ein Stück Sicherheit zu schaffen.
Die heutige Einrichtung vermittelt allerdings nicht ganz, wie bescheiden die Menschen damals tatsächlich gelebt haben. Viel mehr als einen Tisch, einen Schemel, ein Schränkchen für das Geschirr, einen einfachen Metallständer für die Wäsche sowie einige Töpfe und Eimer gab es in den Höhlenwohnungen kaum.
Auch richtige Betten gehörten damals nicht zur Ausstattung. Geschlafen wurde auf einem einfachen Lattenrost mit einem Strohsack als Unterlage. Das zeigt eindrucksvoll, wie schlicht und karg der Alltag der Bewohner einst gewesen sein muss.
Die eigentliche Höhlenwohnung, die ich aus dem Buch kannte, konnte ich hier allerdings nicht finden. In dem Buch war eine besonders alte Höhlenwohnung abgebildet, und genau diese hatte mein Interesse geweckt.
Ich war am Standort Schäferberg, doch ein Flyer vor Ort brachte schließlich die Aufklärung: Die Höhlenwohnung befand sich nicht hier, sondern auf dem Hoppelberg. So wusste ich nun zumindest, wo ich nach diesem besonderen historischen Zeugnis suchen musste.
In dieser in den Fels gehauenen Behausung lebte Karl Rindert bis zum Jahr 1916. |
Die schlichte Höhlenwohnung vermittelt noch heute einen eindrucksvollen Eindruck davon, unter welch einfachen Bedingungen die Menschen hier einst lebten.
Neugierig geworden? Dann schau gerne auch in meine weiteren Blogartikel und Bildergalerien.














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